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Nein, kein Beruf wie irgendeiner und wohl
auch keiner für jedermann.
Gewiss ist
Wesentliches dafür erlernbar. Das hat
Anneliese Medina-Oertel auch getan,
gründlich, wie es ihre Art ist. Sie weiß aber
auch: Das Ausschlag-gebende, um glaubwürdig diesem Tagewerk gerecht zu werden,
muss von innen her kommen. Die von ihr betreuten Hinter-bliebenen bewegen sich in emotionalen Grenzbereichen, haben einen
Trauerfall zu beklagen. ihnen ein Stück weit darüber hinweg zu helfen, Trost und
Zuversicht zu vermitteln — dafür steht Frau Medinas gleichnamiges Bestattungsunternehmen.
Diese Profession war der gebürtigen Hallenserin 1952 nicht in die Wiege gelegt worden, (wenngleich die Familienchronik Auskunft gibt, dass eine Großmutter früher einmal im Bestattungswesen gearbeitet hat). Die gelernte Plastfacharbeiterin war als Sekretärin im Waggonbau Ammendorf tätig. Nächste Arbeitsstation war Buna, wo sie zu-
nächst im Rechenzentrum, später im Schreib-
büro arbeitete, ehe sie als Filialleiterin übernommen wurde.
Das Jahr 1982 markiert insofern eine Zäsur
im Leben der Anneliese M., als sie eine Tätig-
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keit im Bestattungswesen aufnahm, ohne
die spätere Konsequenz daraus schon zu erkennen. Reichlich zweiundzwanzig Jahre praktische Erfahrung in diesem Metier ließen es ihr angeraten erscheinen, ein entsprech-
endes Studium in der Transaktionsanalyse
aufzunehmen, im Mai '93 legte sie die Prü-
fung als Trauerberaterin und Grabrednerin
ab. Damit war der Boden bereitet für den
Schritt in die Selbstständigkeit, den sie im
Juni 1994 vollzog.
Besonders stolz ist die Bestattungsunter-
nehmerin, der zwei Mitarbeiter zur Seite stehen, dass sie die Firma ohne Kredite aufgebaut hat, in nur einem Raum mit be-
scheidener Ausstattung. Heute sind die Räumlichkeiten sehr persönlich ausgestattet, der Würde des Anlasses angemessen.
Das eigentliche Kapital ist ohnehin nicht in Zahlen auszumachen. Für die ambitionierte Freizeit-Malerin sind Einfühlsamkeit, Kompe-
tenz und Zuverlässigkeit die eigentlichen Säulen des Geschäfts. Ihr Angebot reicht
von der Bestattung einschließlich der auf
See über die Regelung sämtlicher Formalitäten
bis hin zu einem Sortiment ausgesuchter Trauerkleidung. Es gehört zu ihrem Berufs-
ethos, stets eine persönliche Ansprechpart-
nerin zu sein, auch über den Trauerfall hinaus. Viel Verständnis und ebenso viel Unterstützung wird Anneliese Medina durch ihren Ehepartner Friedemann zuteil, dem Mann, dem sie nach 17-jähriger Partner-
schaft 2003 das Ja-Wort gab.
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